Die Stadt im Westen von Sizilien gibt dem in ihrer Umgebung produzierten
alkoholangereicherten Wein den Namen. Seit über zweihundert Jahren ist er das
berühmteste Produkt Siziliens. Seit 1969 ist die Produktion von Marsala in
DOC-Regeln festgeschrieben.
Grillo ist die Qualitätstraube für Marsala, aber
auch Catarratto und Damaschino sind zugelassen.
Der Wein wird bei der Herstellung des Marsala entweder mit Alkohol
angereichert ('concentrato') oder auch mit Most, der durch Erhitzen eingedickt
wird ('mosto cotto'). Das dritte Verfahren ist das Abstoppen in einem 'sifone'
genannten Verfahren. Dabei wird einem Most von spätgelesenen, überreifen Trauben
20 bis 25% reiner Alkohol zugesetzt. Ausgebaut wird der Marsala (zumindest die
trockene Version) wie der Sherry im Solera-Verfahren. Das Endprodukt hat einen
Alkoholgehalt zwischen 16 und 20% Vol..
Die verschiedenen Versionen des Marsala gibt es als Secco (max. 40 g/l
Restsüße), Semisecco (40 - 100 g/l) und Dolce (über 100 g/l).
Der Marsala zeichnet sich durch seine dunkle Bernsteinfarbe und seinen
intensiven Geschmack aus. Ein Marsala eignet sich als Aperitif und als
Dessertwein. Auch in der feinen Küche hat er sich vielfach bewährt,
beispielsweise für die Bereitung einer Zabaglione oder zur Verfeinerung von
Soßen.